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Häufige Fragen

Was ist eine Normzeile?

Sie sind doch Übersetzer. Warum übersetzen Sie nicht auf Konferenzen?

Können Sie beglaubigte Kopien meiner Originaldokumente erstellen?

Warum enthält der Name in der Urkundenübersetzung aus dem Russischen so eigenartige Zeichen?

Warum gibt es mehr als nur eine richtige Schreibweise für Personenamen in Urkundenübersetzungen aus dem Russischen ins Deutsche? Bei Übersetzungen aus dem Englischen ist es schließlich auch eindeutig.

Warum benötigen Sie zusätzliche Informationen? Sie sollen doch nur übersetzen, was dasteht.

Hier die Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Was ist eine Normzeile?

Die Normzeile ist eine in Deutschland gebräuchliche Einheit für den Umfang eines Textes. Eine Normzeile entspricht 55 Tastaturanschlägen. Grundlage für die Berechnung des Preises der Übersetzung ist üblicherweise die Anzahl der Normzeilen im Zieltext.

In anderen Ländern, z. B. in Großbritannien und den USA, wird der Textumfang hingegen meist nicht in Normzeilen, sondern anhand der Wortzahl gemessen.

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Sie sind doch Übersetzer. Warum übersetzen Sie nicht auf Konferenzen?

Die Übertragung mündlich präsentierter Texte, z. B. bei Vorträgen oder auf Konferenzen, erfolgt nicht durch Übersetzen, sondern durch Dolmetschen. Diese Leistung biete ich selbst nicht an, kann Sie bei entsprechendem Bedarf jedoch gern an kompetente Dolmetscher verweisen.

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Können Sie beglaubigte Kopien meiner Originaldokumente erstellen?

Nein. Es ist jedoch möglich, mehrere Ausfertigungen einer von mir erstellten bestätigten Übersetzung anzufertigen.

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Warum enthält der Name in der Urkundenübersetzung aus dem Russischen so eigenartige Zeichen?

Personennamen werden in Urkundenübersetzungen aus der russischen Sprache grundsätzlich nach ISO 9:1995 transliteriert, d. h., die kyrillischen Schriftzeichen werden Buchstabe für Buchstabe durch die jeweiligen von der Norm vorgegebenen lateinischen Zeichen ersetzt, um Eindeutigkeit bei einer etwaigen Retransliteration ins Russische zu gewährleisten. Einige Buchstaben (z. B. von Zischlauten) sind dafür mit diakritischen Zeichen markiert.

Wird in der Urkundenübersetzung eine von der genannten Norm abweichende Schreibweise des Namens benötigt, so ist diese durch Vorlage eines entsprechenden Dokuments nachzuweisen. Im Pass der Russischen Föderation sind Vor- und Familienname beispielsweise auch in einer transkribierten Form eingetragen. Soll diese in einer bestätigten Übersetzung verwendet werden, so lassen Sie mir eine beglaubigte Kopie des jeweiligen Passes zukommen, die ich Ihnen mit Lieferung der bestätigten Übersetzung wieder zurücksenden werde. Der betreffende Name erscheint dann in der Übersetzung exakt wie im Pass eingetragen.

TIPP: Weicht die benötigte Namensschreibweise von der ISO 9:1995 ab, dann IMMER das entsprechende Nachweisdokument (Pass) vorlegen, wenn eine Übersetzung in Auftrag gegeben wird.

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Warum gibt es mehr als nur eine richtige Schreibweise für Personenamen in Urkundenübersetzungen aus dem Russischen ins Deutsche? Bei Übersetzungen aus dem Englischen ist es schließlich auch eindeutig.

Der Unterschied zur Sprachrichtung Englisch - Deutsch besteht in der Übertragung des Namens aus einem (dem kyrillischen) Alphabet ins andere (das lateinische). Dabei können unterschiedliche Übertragungssysteme (Transliteration oder Transkription) zur Anwendung kommen, jeweils mit möglicherweise unterschiedlichem Ergebnis. In der Sprachrichtung Englisch - Deutsch entfällt dieser Schritt natürlich.

Genau eine richtige Schreibweise von Personennamen bei der Übersetzung aus dem Russischen gibt es, wenn konkrete Vorgaben gemacht werden, welche Norm einzuhalten oder welches Bezugsdokument für die Schreibweise maßgeblich ist. Gibt der Auftraggeber bei einem Übersetzungsauftrag vor, dass die im vorgelegten Pass eingetragene Schreibweise von Vor- und Familienname zu verwenden ist, dann ist genau dies die „eine richtige“ Schreibweise. Ansonsten wird bei Urkundenübersetzungen ohne anders lautende kundenseitige Vorgaben nach der ISO-Norm transliteriert. Das Ergebnis ist, wenn mit dem Zusatz „nach ISO 9:1995“ versehen, auch hier eindeutig und richtig.

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Warum benötigen Sie zusätzliche Informationen? Sie sollen doch nur übersetzen, was dasteht.

Zusätzliche Informationen sind notwendig, damit der Übersetzer einen korrekten Zieltext erstellen kann. Nicht in jedem Ausgangstext sind alle Informationen enthalten, die zu dessen richtiger Übertragung in eine andere Sprache notwendig sind.

Hier ein recht einfaches Beispiel: In einem kurzen englischen Ausgangstext, aus dem nicht eindeutig hervorgeht, wo er verfasst wurde, ist ein Datum wie folgt angegeben: „02/08/20XX“. Ein Übersetzer ins Deutsche, der nicht entweder nach der Herkunft des Textes oder nach der verwendeten Konvention zur Datumsschreibweise fragt (sich also nicht die entsprechenden zusätzlichen Informationen beschafft), kann nicht davon ausgehen, einen angemessenen Zieltext zu produzieren, wenn er kommentarlos die seiner Meinung nach richtige Variante niederschreibt. Übrigens wird es auch nicht in jedem Fall angemessen sein, die Textstelle mit einer Fußnote in folgendem Sinne zu versehen: Je nach verwendeter Konvention zur Datumsschreibweise heißt es an dieser Stelle entweder „02.08.20XX“ oder „08.02.20XX“.

Aus dem obigen Beispiel dürfte deutlich werden, dass die Kenntnis des Orts der Erstellung des Ausgangstextes entscheidend für die Anfertigung einer fehlerfreien Übersetzung sein kann. Hier nur eine kleine Auswahl weiterer externer Faktoren, für die Gleiches gilt:

  • Wer/welche Firma hat den Ausgangstext verfasst?

  • Wann wurde er verfasst?

  • Auf welchem Weg wurde oder wird er übermittelt (z. B. bei Geschäftskorrespondenz)?

  • An wen ist der der Ausgangs-/Zieltext gerichtet?

Beispiele dafür, dass vom Übersetzer eine gründliche Analyse sowohl externer Faktoren als auch dessen, „was dasteht“, vorzunehmen ist und der Zieltext an die Konventionen der Zielsprache angepasst werden muss, gibt es hier als PDF-Datei.

Die Erschließung und Verwendung branchenüblicher Terminologie kann der Auftraggeber vom Fachübersetzer erwarten. Viele Unternehmen verwenden darüber hinaus jedoch firmeninterne Terminologie und Abkürzungen, die für den Übersetzer ohne zusätzliche Informationen entweder unbekannt oder mehrdeutig sein werden. Zur Erstellung eines einwandfreien Zieltextes ist es deshalb wichtig, dass dem Übersetzer vom Auftraggeber bereits vorhandene Glossare, Abkürzungslisten, relevante Hintergrundtexte usw. von vornherein zur Verfügung gestellt werden. Übrigens: Auch wenn eine bestimmte Abkürzung in der Sprachrichtung Englisch - Deutsch nach Vorgabe durch den Auftraggeber als „Black Box“ behandelt und somit unverändert belassen werden soll, ist die Kenntnis der Langform für den Übersetzer zur Erstellung eines richtigen Zieltextes oft unabdingbar, so beispielsweise, damit die Abkürzung im richtigen Genus (also mit dem richtigen Artikel) verwendet wird.

Fazit: Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal für die Arbeit des Übersetzers ist dessen Umgang mit zusätzlichen Informationen. Eine der Vorraussetzungen für hohe Übersetzungsqualität ist die je nach Art und beabsichtigter Verwendung des Zieltextes mehr oder minder umfangreiche Bereitstellung von relevanten zusätzlichen Informationen durch den Auftraggeber.

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